Tattooentfernung
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Wie gefährlich sind Tattoos?

In Deutschland sind etwa acht Millionen Personen tätowiert. Schmucktätowierungen sind schwarz oder bunt und an allen erdenklichen Körperstellen zu finden.

Von Laien gestochene Tätowierungen werden mit Nadeln in die Haut eingestochen. Profitätowierer verwenden dagegen Tätowiermaschinen. Damit werden die Farbpigmente dichter in die Haut eingebracht und die Farbbrillanz ist wesentlich höher. Allerdings ist das Entfernen durch Laser in diesen Fällen viel schwieriger.

Für die schwarzen Farbtöne wird meistens Tusche verwendet, für farbige Tätowierungen gibt es spezielle Farbmischungen. In älteren Farben waren Metallsalze wie Chrom, Mangan, Quecksilber und Kobalt enthalten. Mittlerweile kommen überwiegend industriell hergestellte organische Pigmente zum Einsatz z. B. Mono- und Diazofarbstoffe oder polycyclische Farbstoffe.
Auch Farben für Permanent-Make-up sind Tattoofarben, die Eisenoxid-Pigmente und Titandioxid enthalten. Damit können natürlichere Farbtöne wie Weiß, Braun, Beige, und der hautfarbene Ton hergestellt werden.

 

Tattoofarben sind fast immer Farbgemische. In rund 2/3 aller Farben ist Titandioxid als weißer Aufheller beigemischt. Die Farbgemische sind nicht standardisiert. Jeder Hersteller verwendet deshalb eigene Rezepturen, deren Zusammensetzung bisher nicht bekannt gegeben werden muss.
Heimtückisch ist, dass keiner, der sich tätowieren lässt, die absolute Sicherheit hat, was er in seinen Körper zum permanenten Verbleib eingestochen bekommt. Es gibt weltweit bis heute keine gesetzliche Deklarationspflicht für Tätowierfarben.

Das verwundert deshalb, weil Kosmetika streng überwacht werden. Alle Inhaltsstoffe müssen im Detail deklariert werden, obwohl es sich dabei um Stoffe handelt, die nur auf die Haut gelangen, teilweise rasch wieder abgewaschen werden und nicht in den Körper hinein gelangen.

Viele Inhaltsstoffe der Farbgemische sind krebserregend und allergieauslösend. Nach dem Einstechen werden häufig immunologische Prozesse im Organismus ausgelöst. Besonders hartnäckig sind allergische Reaktionen mit Verhärtungen, Rötungen, Juckreiz und auch in Verbindung mit Sonne oder Solarium auftretende Allergien. Im schlimmsten Fall kann der ganze Organismus in Mitleidenschaft gezogen werden. Menschen, die an Schuppenflechte oder Sarkoidose leiden, können direkt innerhalb der Linien des gestochenen Drachens quasi dreidimensionale, entzündliche Knötchen entwickeln.

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