Was tun bei Juckreiz?
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Was tun bei Juckreiz?

Wer an Juckreiz leidet sollte zunächst sein Körperpflegeverhalten zu überprüfen. Häufig wird die Hautschutzbarriere durch übermäßige Pflege zerstört, die hauteigenen Fette werden ausgewaschen, die Haut trocknet aus.

Tipps bei juckender Haut

  • Duschen Sie nur kurz und lauwarm.
  • Verwenden Sie Seife sehr sparsam und nur im Bereich von Händen, Kopfhaut, Achseln, Leisten und Füßen. An allen anderen Stellen genügt Wasser.
  • Die Waschsubstanzen sollten mild sein, nicht schäumen und frei von Farb- und Konser-vierungsstoffen sein. Verzichten Sie auf parfümierte Duschgele!
  • Pflegen Sie die Haut mit einer konservierungsmittelfreien Körperlotion ohne Farb- und Duftstoffe aus der Apotheke. Bei trockener Haut kann für die Rückführung verloren gegangener Fette eine Lipolotion, eine Lipocreme oder eine Salbe verwendet werden. Sie kann mit Harnstoff (Urea) angereichert sein, der zusätzlich Feuchtigkeit in der Haut bindet. Harnstoff ist ein natürlicher Feuchthaltefaktor, den die menschliche Haut auch selbst herstellt.
  • Körperpflegeprodukte mit hautverwandten Fetten ergänzen das Spektrum der medizinischen Pflegeprodukte. Sie kommen ohne chemische Emulgatoren aus und sind auch aufgrund der hautverwandten Fette sehr gut verträglich. Fragen Sie danach.
  • Bei Veranlagung für Neurodermitis und Ekzemen kann die Körperpflege auch Mikrosilber enthalten. Dieses reduziert die Anzahl der Keime und vermindert auf diesem Weg ebenfalls einen möglichen Juckreiztrigger. Menschen mit der Veranlagung zu Neurodermitis leiden unter einer zu hohen Zahl an Staphylokokken auf der Haut besonders, da diese das Immunsystem stimulieren und reizen. Mikrosilber reduziert die Keime und hat nicht die unangenehmen Nebenwirkungen der Antibiotika.
  • Ist die Haut nicht trocken, eignet sich eine Hydrolotion. Manchmal muss die Haut gar nicht eingecremt werden.
  • Gegen Juckreiz verwenden einige Firmen eingearbeitete juckreizreduzierende Substanzen, wie Polidocanol, Niacinamid (Vitamin B3), PEA (N-Palmitoyl-Ethanolamin) oder Harnstoff.

Sollten diese Maßnahmen nicht helfen, ist es empfehlenswert, einen Hautarzt aufzusuchen, der nach den Gründen sucht und eine entsprechende Therapie auswählt. Diese reicht von der Behandlung eines möglichen Stoffwechselleidens oder einer inneren Erkrankung über eine Infekttherapie oder die Umstellung der Medikation. Cortisoncremes, Steinkohlenteerbehandlungen, UV-Lichttherapien und Tabletten, die den Juckreiz unterdrücken, gehören ins Spektrum der Therapiemöglichkeiten.

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