Die elektrische Aufladung
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Die elektrische Aufladung

An kalten Wintertagen bei sehr trockener Luft, können sich die Haare besonders leicht elektrisch aufladen. Haare funktionieren dabei wie Isolatoren. Sie haben keine oder nur eine geringe Leitfähigkeit. Sie können Elektronen leicht an andere Stoffe abgeben, sind jedoch träge beim Aufnehmen von Elektronen in ihre Atome. Beim Kämmen, dem Abnehmen einer Mütze oder dem Ausziehen eines Pullovers über den Kopf, kommt es zur Abgabe von Haarelektronen. Sichtbar wird das, wenn der Kamm die Haare anzieht und die Haare sich untereinander abstoßen. Sie stehen dann wild vom Kopf ab, weil sie dieselbe elektrische Ladung tragen.

Beim Kämmen laden sich die Haare durch Elektronenverlust negativ auf, der Kamm dagegen ist positiv geladen, insbesondere wenn es sich um einen Kamm aus Kunststoff handelt. Dagegen sind Metalle wie Kupfer, Aluminium, Eisen, und besonders Gold antistatisch wirksam, weil sie sehr leicht freie Elektronen an das Haar abgeben können. Sind die Haare fettig oder feucht, laden sie sich nicht auf. Wasser erhöht die elektrische Leitfähigkeit. Es ist sinnvoll, gerade im Winter der starken Austrocknung von Kopfhaut und Haar entgegenzuwirken, indem rückfettende Shampoos zum Einsatz kommen. Viele Drogerieprodukte enthalten Silikonöle, die die Haare antistatisch machen und auch die Kämmfähigkeit erleichtern. Eine natürliche Alternative zu Silikonölen findet sich in hausgemachten Biokosmetikartikeln.


 

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