Weniger sonnenempfindliche Hauttypen
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Weniger sonnenempfindliche Hauttypen

Die robusteren Hauttypen 4–6 entstammen eher südlichen Ländern und der Äquatornähe.

Hauttyp 4, Mann: Meine Haut hat einen olivfarbigen Ton, ich habe dunkelbraune Haare, bräune prima und werde richtig tiefbraun. Sonnencreme benutze ich nur beim Surfen oder Skifahren, wenn die Sonne sehr stark von Schnee oder Wasser reflektiert wird. Meine Haut sieht zwar hell aus, ist aber nicht sehr sonnenempfindlich. Sonnenbrand habe ich sehr selten. In der knalligen Sonne kann ich mich ohne Schutzmaßnahmen 40 Minuten aufhalten. Danach ist aber auch Schluss. Meine genetischen Vorfahren kommen aus dem Mittelmeerraum. In meiner Haut überwiegt das braune Melanin Eumelanin, welches gut vor UV-Strahlung schützt. In den Breitengraden mit wenig Sonne muss ich Vitamin-D-Tabletten einnehmen, da mein Spiegel im Winter gerne absinkt.

Hauttyp 5, Frau: Ich habe schwarze Haare und auch im Winter eine braune Haut. Sonnenbrand bekomme ich nur auf einem sonnigen Gletscher, daher verwende ich so gut wie nie Sonnencreme. Meine genetischen Vorfahren kommen aus Lateinamerika. Ähnlich unempfindlich wie ich sind auch Nordafrikaner und Inder.

Hauttyp 6, Mann:Ich habe schwarze Haare und eine dunkelbraune Haut. Ich bin sehr sonnenunempfindlich. Meine Vorfahren kommen aus Afrika und entsprechend dunkel sind auch die Aborigines in Australien. Wenn ich mich in der Sonne aufhalte, wird meine dunkelbraune Hautfarbe noch dunkler. Halte ich mich mit meiner dunklen Haut dauerhaft in Nordeuropa auf, wo es wenig UV-Licht gibt, muss ich auf meinen Vitamin-D-Spiegel achten, denn durch meine Haut dringt weniger UV-Licht.

Diese Einteilung der Hauttypen ist grob. Viele Asiaten beispielsweise haben einen vermeintlich hellen Hauttyp und schwarze Haare. Dennoch sind extrem sonnenunempfindlich und entsprechen dem Hauttyp fünf. Beim asiatischen Hauttyp hat man festgestellt, dass dieser am wenigsten altert im Vergleich zu anderen, sogar zum afrikanischen Hauttyp. Dies scheint daran zu liegen, dass sie eine große Menge an gut schützendem Eumelanin haben und sehr effektive Mechanismen in ihrer Haut, die Sonnenschäden rasch und effektiv reparieren können. Womöglich genießen sie auch die positiven Wirkungen des Antioxidanzien beinhaltenden grünen Tees. Antioxidanzien fangen schädliche Substanzen im Gewebe (freie Radikale) ab, die sich z. B. durch UV-Licht, Stress, Rauchen und durch Alterung bilden und neutralisieren ihre negativen Auswirkungen.

Personen mit Hauttyp 1–3 sollten sich täglich mit einem Sonnenschutzmittel eincremen. Selbst im Winter ist dies zur Faltenprophylaxe ein durchaus probates Mittel. Ein hoher Lichtschutz schützt, wobei auf den Zusatz „UVA-Schutz“ bei den Produkten zu achten ist. Wenn das UVA-Zeichen in einem Kreis abgedruckt ist, kann der Verbraucher sicher sein, dass hier passend zum UVB-Schutzfaktor gute Konzentrationen eingehalten werden. Wichtig: Es genügt nicht, sich mit Kosmetika einzucremen, auf denen ein alleiniger Schutzfaktor, der Sun Protection Factor (SPF), aufgeführt ist, da dieser nur gegen die UVB-Strahlung, nicht aber gegen die UVA­Strahlung schützt. Beides ist aber sehr wichtig.