Tattooentfernung per Laser in Berlin
In der Privatpraxis von Dr. med. Yael Adler in Berlin-Grunewald werden Tätowierungen und Permanent-Make-up mit modernen Lasersystemen schrittweise entfernt – hautschonend, nach ärztlicher Diagnose und mit dem für Farbe, Hauttyp und Alter der Tätowierung passenden Laser.
Wie funktioniert die Tattooentfernung mit dem Laser?
Der Laser erhitzt die Farbpigmente in der Haut so stark, dass sie in winzige Bruchstücke zerfallen. Ein Teil wird direkt über die Haut abgestoßen, ein Teil über die Lymphwege abtransportiert. Zum Einsatz kommen verschiedene Lasersysteme mit unterschiedlichen Wellenlängen: Einige wirken besser bei bunten, andere bei schwarzen Tätowierungen. Optimal ist ein Behandler, der das gesamte Spektrum zur Verfügung hat – mit einem leistungsstarken Q-switched Nd:YAG-Laser sind die Ergebnisse im Vergleich zu älteren Systemen außerordentlich gut.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Bei einem professionell gestochenen Tattoo sind in der Regel 8 bis 15 Behandlungstermine nötig, jeweils mit etwa vier Wochen Pause dazwischen. Profitätowierungen sitzen dichter in der Haut als von Laien gestochene – sie sind farbbrillanter, aber auch deutlich schwerer zu entfernen.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Das Lasern ist spürbar, lässt sich aber gut erträglich machen: Vor der Behandlung wird eine Betäubungscreme aufgetragen, die etwa eine Stunde unter Folie einwirkt; während und nach der Sitzung wird die Haut zusätzlich gekühlt.
Welche Farben lassen sich entfernen?
Schwarze Tätowierungen sprechen meist gut auf die Laserbehandlung an. Rot, Grün und Gelb sind deutlich hartnäckiger – und manche Farben schlagen beim Lasern in Braun um und sind dann schwer zu beseitigen. Bei Permanent-Make-up ist besondere Vorsicht geboten: Die enthaltenen Eisenoxid-Pigmente und Titandioxid können in Grün, Braun oder Schwarz umschlagen und sprechen dann mitunter auf keine weitere Laserbehandlung mehr an – gerade im Gesicht ist das sehr belastend. Deshalb beginnt die Entfernung von Permanent-Make-up immer mit einer Probelaserung.
Tattoos sollten nur durch ärztliche Hand entfernt werden – nicht durch Laserstudios, Heilpraktiker oder angelernte Behandler.
Warum gehört die Tattooentfernung in ärztliche Hand?
Rot ist der Farbstoff, der am häufigsten Unverträglichkeiten auslöst. Beim Lasern werden die enthaltenen Azofarbstoffe gespalten, dabei entstehen Nitroaniline – Stoffe, die giftig und krebserregend sind. Auch gespaltene Farbpigmente können allergische Reaktionen hervorrufen, im Einzelfall so massiv, dass eine ärztliche Notfallbehandlung mit Medikamenten nötig wird. Hinzu kommt die Diagnose: Leberflecken dürfen nicht gelasert werden – vor der Behandlung muss sicher ausgeschlossen sein, dass es sich bei dunklen Hautstellen um verdächtige Veränderungen handelt, notfalls durch eine Gewebeprobe (siehe auch Hautkrebsvorsorge). Ein Kosmetiker oder angelernter Laientherapeut kann all das nicht leisten.
Lässt sich ein Tattoo nicht vollständig weglasern, bleiben als letzte Möglichkeiten das Abschleifen oder Herausschneiden – beides geht in die Tiefe und hinterlässt Narben (siehe auch Narbenbehandlung).
Wie gefährlich sind Tattoofarben?
In Deutschland sind rund acht Millionen Menschen tätowiert. Tattoofarben sind fast immer Farbgemische – in etwa zwei Dritteln ist Titandioxid als weißer Aufheller enthalten. Ältere Farben enthielten Metallsalze wie Chrom, Mangan, Quecksilber oder Kobalt; heute kommen überwiegend industriell hergestellte organische Pigmente zum Einsatz, auch bei Permanent-Make-up. Eine gesetzliche Deklarationspflicht für Tätowierfarben gibt es weltweit bis heute nicht: Niemand weiß mit Sicherheit, was dauerhaft in die Haut eingebracht wird – während Kosmetika, die nur auf die Haut gelangen, streng überwacht werden.
Viele Inhaltsstoffe sind krebserregend oder allergieauslösend. Besonders hartnäckig sind allergische Reaktionen mit Verhärtungen, Rötungen und Juckreiz, oft in Verbindung mit Sonne oder Solarium. Menschen mit Schuppenflechte oder Sarkoidose können innerhalb der tätowierten Linien entzündliche Knötchen entwickeln.
Häufige Fragen zur Tattooentfernung
Wie viele Sitzungen dauert eine Tattooentfernung?
Bei einem Profitattoo sind meist 8 bis 15 Laserbehandlungen nötig, im Abstand von etwa vier Wochen. Laientätowierungen lassen sich oft schneller entfernen.
Tut die Tattooentfernung weh?
Die Behandlung ist spürbar, wird aber durch eine Betäubungscreme mit rund einer Stunde Einwirkzeit unter Folie sowie Kühlung während und nach dem Lasern gut erträglich.
Welche Tattoofarben sind am schwierigsten zu entfernen?
Rot, Grün und Gelb sprechen schlechter auf den Laser an als Schwarz. Manche Farben schlagen beim Lasern in Braun um und sind dann besonders hartnäckig.
Kann Permanent-Make-up entfernt werden?
Ja – wegen der Gefahr eines Farbumschlags in Grün, Braun oder Schwarz beginnt die Behandlung aber immer mit einer Probelaserung.
Warum sollte ich für die Tattooentfernung zum Hautarzt gehen?
Beim Lasern können giftige Spaltprodukte und heftige allergische Reaktionen entstehen, die ärztlich behandelt werden müssen. Außerdem müssen Leberflecken vor der Behandlung sicher beurteilt werden – sie dürfen nicht gelasert werden.
Bleiben nach der Tattooentfernung Narben?
Mit moderner Lasertechnik ist die Entfernung in der Regel ohne Narbenbildung möglich. Nur wenn ein Tattoo herausgeschnitten oder abgeschliffen werden muss, entstehen Narben.
Nachgefragt: Interview mit Dr. Adler
Frage: Viele Tattooträger möchten sich von alten Jugendsünden wieder trennen. Wie ist Ihre Erfahrung bei der Nachfrage nach Entfernung der Tattoos?
Dr. Adler: Der Trend geht seit einigen Jahren in Richtung Gesundheitsbewusstsein und natürlicher Ästhetik. Ist der Körper mit Fitness und gesunder Ernährung erst einmal in Form gebracht, stört plötzlich das alte Tattoo an Schulter, Oberarm, Dekolleté oder Steiß. Auf alternder Haut sehen viele Tattoos zudem nicht mehr schön aus: Sie verblassen und schrumpeln. Viele möchten auch keine giftigen Farben mehr in sich tragen, die den Organismus über Jahrzehnte belasten. Und es liegt in der Natur des Menschen, im Lauf des Lebens den Geschmack zu ändern. Da die Technik rasant vorangeschritten ist, ist die Entfernung heute sanft, ohne Narbenbildung und bezahlbar möglich.
Frage: Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Lasermedizin aus?
Dr. Adler: Gute Qualität setzt eine gute Ausbildung und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein voraus – die Lasertechnik spielt eine ebenso große Rolle wie das Know-how des Therapeuten. Wichtig sind die Bestimmung des Hauttyps, Art und Alter der Tätowierung, ob sie vom Profi oder Laien gestochen wurde und welcher Lasertyp verwendet wird. Nur wenn Wellenlänge, Dosierung und Einwirkzeit zusammenpassen, erhalten Sie ein optimales Ergebnis. Zudem muss der Behandler übermäßige Hautreaktionen noch während der Behandlung einschätzen und Gegenmaßnahmen einleiten können.
Frage: Woran erkenne ich als Patient einen guten Lasertherapeuten?
Dr. Adler: Der Therapeut sollte eine Reihe unterschiedlicher Lasersysteme zur Auswahl haben, um für jede Indikation den passenden Laser zu bieten. Fragen Sie den Arzt, wie oft er diese Behandlung schon durchgeführt hat, und prüfen Sie, ob alle Fragen zufriedenstellend beantwortet werden. Auch die Empfehlung anderer Patienten ist hilfreich. Ein guter Lasertherapeut berät Sie umfassend, kann die Behandlungsdauer einschätzen und klärt Sie darüber auf, was Sie selbst in der Nachsorge zum gewünschten Ergebnis beitragen können.